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Januar 26, 2022

Tampondruck, Siebdruck, Digitaldruck oder Sublimationsdruck – um etwas Klarheit in die gängigsten Drucktechniken zu bringen, haben wir einige davon genauer beleuchtet. Heutzutage gibt es kaum Materialien und Gegenstände, die nicht bedruckbar sind. Je nach Material und Verwendungszweck werden zum Bedrucken verschiedene Techniken und Druckverfahren angewendet. Jede davon hat ihre Eigenheiten und Vor- und Nachteile.

Was versteht man unter Druckverfahren?

Unter Drucken oder auch Drucktechnik versteht man das Verfahren, Druckfarbe auf ein Material zu übertragen.

Digital oder analog?

Man unterscheidet grundlegend zwischen dem analogen und dem digitalen Druck. Bei Digitaldruck werden die Druckinformationen auf elektronischem Wege an die Druckmaschine gesendet. Beim analogen Druckverfahren wird eine Druckform benötigt, um die Farbe auf das zu bedruckende Material zu übertragen.

 

Tampondruck



Beim Tampondruck handelt es sich um eine einfache Drucktechnik. Das indirekte Tiefdruckverfahren wird in zwei Arbeitsgängen durchgeführt. Im ersten Schritt wird das Druckmotiv in eine Klischee genannte Druckplatte geätzt. Dieses Ätzverfahren kann selbst feinste Linien wiedergeben – auch auf einer sehr kleinen Druckfläche. Es entsteht ein stempelähnliches Druckklischee mit feinen Vertiefungen; diese Vertiefungen nehmen später die Druckfarbe auf.

Das Klischee wird nun vollständig mit Druckfarbe überzogen. Eine Rakel streift die überschüssige Farbe ab, sodass sich die Druckfarbe nur noch in den geätzten Vertiefungen befindet. Jetzt wird der Tampon auf das Klischee gepresst; er nimmt die Farbe aus den Vertiefungen auf und überträgt sie im zweiten Schritt auf das Zielmedium. Da der Tampon elastisch ist, passt er sich der Form des zu bedruckenden Objekts an und überträgt so das Motiv auch auf unebene Oberflächen. Nach dem Druckvorgang wird der Tampon gesäubert und wiederverwendet.

Für welche Werbeartikel eignet sich der Tampondruck?

Durch die vielfältigen Möglichkeiten lässt sich die Drucktechnik für eine große Anzahl an Werbeträgern nutzen. Speziell auch auf gewölbte, runde und unebene Oberflächen, da sich der Tampon flexibel an die Form anpasst.

 

Siebdruck



Der Siebdruck gehört zu dem sogenannten Schablonendruck verfahren. Die Schablone wird mit einem Siebdruck rahmen, einer Fotoemulsion und einer UV-Lichtquelle erstellt. Während des Druckprozesses wird mit einer Gummilippe, die sogenannte Rakel, die Druckfarbe durch die offenen Maschen des Siebs gepresst. Das Sieb ist mit einem Gewebe bespannt, welches es in den verschiedensten Variationen gibt. Auf diesem Gewebe wird mit einer Beschichtungsrinne die UV-aktive Diazo-Kopierschicht aufgezogen und anschließend getrocknet.

Im jetzigen Zustand ist die Kopierschicht wasserlöslich und härtet beim Kontakt mit UV-Licht aus. Das gewünschte Motiv wird mit UV-undurchlässiger Tinte im Negativ auf eine durchsichtige Filmfolie gedruckt. Diese Filmfolie wird dann auf der bereits getrockneten Kopierschicht fixiert und verhindert, dass die abgedeckten Stellen beim Belichtungsvorgang mit UV-Licht in Kontakt kommen. Nach dem Belichtungsvorgang ist die Kopierschicht an allen Stellen, die mit UV-Licht in Kontakt gekommen sind, wasserunlöslich und kann entwickelt werden.

Die Vorteile des Siebdrucks

  • Große Druckgrößen sind möglich
  • Bessere Deckkraft durch größere Farbübertragung
  • Weniger Haftungsprobleme
  • Expressdruck möglich

 

Lasergravur

Beim Lasergravieren wird das Material durch den auftreffenden Laserstrahl sehr stark erhitzt. Dabei wird die Materialoberfläche verdampft oder verbrannt. Abhängig von der Dauer der Einwirkzeit und des Materials wird der Kontrast oder die Farbe dabei verändert. So entsteht eine permanente und dauerhaft abriebfeste Lasergravur. Durch die Aufheizung des Lasers werden bei organischen Materialien wie Holz, Pappe, Leder usw. chemische Umwandlungsreaktionen in Gang gesetzt. Diese äußern sich in einer Farbveränderung.

Im Prinzip können Sie das mit dem alten Prozedere der Brandzeichensetzung vergleichen. Mit Farbumwandlung können auch Kunststoffe bearbeitet werden. Für Beschriftungen auf Acrylglas, oder PMMA, eignet sich ein CO₂-Laser, wie wir ihn auch bei Metallen einsetzen, wunderbar. Lasergravuren auf Acrylglas sind allerdings keine Verfärbungen, sondern bilden einen anderen Kontrast aufgrund der Lichtstreuung der rauen Oberfläche. Durch eine Beleuchtung an der Materialkante werden die Effekte noch verstärkt.

Besonders gut eignet sich die Lasergravur für Visitenkartenhalter, Kugelschreiber, Schlüsselanhänger, Tischuhren, usw.

 

Digitaldruck


Wir wollen es gar nicht allzu kompliziert machen: Hinter Digitaldruck steckt ein bestimmtes Drucksystem, bei dem ein digitales Druckbild mithilfe eines Computers in eine Druckmaschine übertragen wird. Im Gegensatz zum Offsetdruck wird dafür keine feste Druckvorlage benötigt.
Besonders vorteilhaft: Jeder Bogen kann individuell bedruckt werden. Diese Form des Drucks wird daher auch Non Impact Printing (NIP) genannt.
Besonders gut eignet sich der Digitaldruck für Plastik, Metall, Holz, Papier, Kunstleder und Glas.

 

Sublimationsdruck



Sublimationsdruck ist die Wahl bei Sporttextilien. Es ist ein Druckverfahren, um Motive mithilfe eines Trägerstoffes auf eine Vielzahl von Materialien zu übertragen, beispielsweise auf T-Shirts oder Keramiktassen. Dazu werden spezielle Sublimationsdrucker und Sublimationstinten verwendet.

Der Begriff Sublimation bezeichnet einen physikalischen Vorgang, bei dem Feststoffe direkt in die Gasphase übertreten, ohne zwischendurch flüssig zu werden. Dieses Verfahren spielt eine wichtige Rolle bei der Übertragung des Wunschmotivs. Eine Transferfolie oder ein Transferpapier wird zunächst spiegelverkehrt bedruckt, auf das gewünschte Material gelegt und mittels einer Thermotransferpresse für 30 bis 60 Sekunden auf bis zu 230 °C erhitzt. Bei dieser Temperatur sublimieren die Farbstoffe und können in ihrem gasförmigen Zustand gut in die Fasern eindringen und anhaften. Da die Farben sich nach erfolgreicher Übertragung im Gewebe befinden und nicht nur aufgeklebt sind, fühlen Sie keine Rückstände – das Motiv ist glatt und von langer Haltbarkeit.



Flockdruck

Beim Flockdruck handelt es sich um einen Aufdruck mit einer besonderen Struktur. Die Oberfläche hebt sich leicht vom Produkt ab und fühlt sich samtig an. Der Flockdruck eignet sich besonders gut für Schriften und Logos und ist daher bei der Gestaltung von Vereins- oder Sporttrikots die erste Wahl. Farbverläufe sind aber leider nicht möglich. Beim Flockdruck wird eine bedruckte Folie auf dem entsprechenden Kleidungsstück angebracht und mit hoher Temperatur und Druck angepresst. Die Farben sind auch noch nach vielen Wäschen klar und weisen kaum Schwächen auf. Das Druckverfahren ist sehr beliebt und hat sich längst bewährt.

Fazit

Die Auswahl an Drucktechniken ist groß und umfangreich. Um mit Ihren Merchandise Artikel einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, bieten sich viel der Techniken an. Gerne berät Sie das Team von P&H Merchandise persönlich und steht für Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Menschen. Marken. Merchandise.

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(Quelle Bilder: P&H Merchandise)

Fatmir Zuberi
Fatmir Zuberi



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